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Stellungnahme/Offener Brief zum Gesetzentwurf „Optionspflicht“

Sehr geehrter Bundesinnenminister Herr Dr. Tho­mas de Mai­ziè­re,
sehr geehrter Herr Sigmar Gabriel, Bundesvorsitzender der SPD,

der neue Gesetzentwurf der Bundesregierung zur  Optionspflicht hat uns als FÖTED sehr überrascht und irritiert. Die Ankündigung der erleichterten Einbürgerung, für in Deutschland geborene Kinder, hatte Hoffnungen geweckt, die durch den jetzigen Gesetzesentwurf nicht erfüllt werden. Die jetzt bekannt gewordene Vorlage ist eine Ansammlung von bürokratischen Hürden, die kein Kind und keinen Jugendlichen Willkommen heißt und viele ausgrenzt.

Deshalb begrüßen und befürworten wir die Kritik des Schleswig-Holsteinischen Ministerpräsident Torsten Albig (SPD), der das Ergebnis „als sehr unbefriedigend“ bezeichnet hat und von „einem riesigen integrationsfeindlichen Bürokratiemonster“ spricht.

Dieser Gesetzentwurf entspricht weder den Realitäten in unserem Land, noch den Herausforderungen der Globalisierung und dient nicht dazu, ein Zugehörigkeitsgefühl zu Deutschland zu entwickeln. Von dem jetzigen Gesetzentwurf geht immer noch das Signal an die hier geborenen Kinder und Jugendlichen aus, dass sie nicht „hierher gehören“.

Als FÖTED appellieren wir an Sie, den Gesetzentwurf zu überarbeiten und nicht in der vorliegenden Fassung in den Bundestag einzubringen,

Hochachtungsvoll

Hayri Öznarin
Stellv. Bundesvorsitzender